Der Weg des geringsten Widerstandes

Marschner_Club
Manchmal denke ich, es wäre klüger gewesen, wenn der Beruf des Bestatters in traditioneller Familienhand geblieben wäre. Die Öffnung für Barbie und Susi und Ken und Kutte ist nicht das Phänomen einer lockeren Gesellschaft. Die Öffnung ist das Phänomen der Vereinzelung innerhalb der Gesellschaft. Deshalb interessiert es keinen Menschen, dass auch tote Kinder in Krankenhäusern an schleimige Bestatter verscherbelt werden. Die Familien wurden in die Vereinzelung gebracht. Die Tabus wurden größer, die Courage verkümmerte. Die Nebenwirkungen, zum Beispiel der Barbie-Journalismus, ist durchaus spannend: "Nee, geh Du mal in das Bestattungsinstitut. Ich mach diss nicht." Spannend ist natürlich auch die Ken-Autoproduktion, die den Kfz-Werkstätten den goldenen Boden missgönnte und zerstörte. Durch die Vereinzelung scheint es uninteressant, dass man nur noch neue Autos sieht, die für die Mülltonne produziert werden. Autos werden nicht mehr repariert. Ein ökologisch denkender Fahrradfahrer, der die Autospiegel von Falschparkern demoliert, dient also nur dem Ken; er macht aus Afrika die größte Mülltonne, damit Ken verdient, denn der Spiegel bringt ihm 400 - 600 Euro. Interessant ist die Diskussion über Energie, die die Vereinzelung in der Gesellschaft komplett ignoriert. Einzelne Menschen, die in einer zertrennten Gesellschaft schnell arbeiten müssen, können keine Energie sparen. Das müsste selbst die Kanzlerin wissen. Energie spart man bei einer Mittagspause in der Familie. Hier fügt sich nun die Politik von Barbie und Ken ein: "Wir könnten hohe Emissionen versteuern." Da sprechen echte Profis. So sterben wir nur noch brutto oder netto. Und dann kommen die Susi Bestatter - Berufene ohne Firmierung. Ich habe heute eine echte Band fotografiert, die einen sehr lauten Gig im MASE hatten. Das hat mir gut gefallen.