Ich habe das Gottesteilchen finden können

Marschner_Handwerk
Ich saß heute in meinem Bestattungsinstitut und plötzlich wusste ich genau, dass Menschen sich fragen: "Was hat dieser Blog mit Tod und Trauer zutun?!" Darüber dachte ich selbst nach. Kurze Zeit später kam ich auf den ersten Gedanken. Wenn ein Kind ein Elternteil verliert, dann wäre es doch äußerst schäbig, gar unsozial, sagte ich dem Kind: "Keine Sorge. Bleib zu Hause, trink Alkohol, schau in ein TV-Gerät, spiel Super-Trouper-Shooter, schau dir kultivierte Horrorfilme an. Ernähre dich möglichst ungesund. Dir wird es bald sehr schlecht gehen. Das ist das Ziel, denn der Tod soll kleiner wirken." Dann kam ich zum nächsten Gedanken. Wenn es keine Seele gibt, gibt es kein Seelenleben; ergo müssen wir keinen Seelenfrieden suchen. Ich empfehle natürlich niemanden mehr, weil Seelenlose zusätzlichen Kummer verursachen. An dieser Stelle wurde mir klar, was die Welt im Inneren zusammenhält. Der Dübel. Es ist der Dübel. Wie viele Dübel mögen in den Wänden der Welt sitzen? Unglaublich viele Dübel. Das ist für die Falkultäten, für die Akademiker dieser Welt sicher bedrückend…verstörend…gespentisch. Vielleicht sollte ich Arbeitsutensilien verkaufen, weil Arbeit die Antwort auf Trauer ist. Wozu soll ich Münzen von Buddhisten weihen lassen? Wozu braucht es Engel? Tarotkarten? Wir schaffen Yoga ab. Wir schaffen Qi Gong ab. Wir wandeln Kirchen um… schaffen bezahlbaren Wohnraum. Der Dübel hält die Welt zusammen. "Lieber Dübel - mach mich fromm - dass ich in den Himmel komm."