My Name is not Susan. Der Tod meiner Superheldin

Marschner_Helden
Meine erste Superheldin wurde mir von meiner ersten großen Liebe geschenkt! Im Innenteil des Kassettencovers standen die Musiktitel. Kassette: Pocket Musikroller, der durch schmale Folien Verbindungen herstellt - ohne sie zu korrigieren. 'Saving all my love for you' war rot eingerahmt. Die Superhelden und Superheldinnen verlassen die Menschen nicht. Sie korrigieren andere Menschen nicht. Sie tragen sie einfach. Whitney Houston hatte damals kurze schwarze Haare. Bei den ersten Auftritten trug sie eine schwarze Lederjacke. Und sie hatte eine echte Stimme - ihre Stimme. Dann wurde meine Heldin langsam getötet. Der Industrie war sie zu afrikanisch. Sie musste amerikanisch werden. Ihre Haare veränderten sich. Ihre Kleidung veränderte sich. Sie wurde eine Diva in Roben und Diamanten. Sie wurde ein richtiger Weltstar, dem man die Wurzeln abschneiden konnte. Der Gospel war verschwunden. Die Stimme veränderte sich. Ihre Haare verschwanden unter Perrücken. Jahre später muss sie etwas vermisst haben. Sie muss einen Verlust empfunden haben. Etwas muss ihr gefehlt haben. Sie suchte ihre Wurzeln. Sie suchte einen Weg. Sie suchte sich. Sie suchte den Gospel. Sie suchte ihre Stimme. Sie nahm Drogen. Die Suche und die Sucht. In den Medien war sie Mrs.70 Millionen Dollar und Mr. Brown war Mr. 5 Millionen Dollar. Ihre Cousine sagte in der schlimmsten Drogenphase: "Whitney is okay. She is strong and she can pray." Und heute ist meine Superheldin tot. Natürlich starb sie keinen Heldentod. Ihr Start ins Universum wurde manipuliert. "Die Diva fliegt mit einer Stimme, die wir ihr geben. Eine Diva hat keine afrikanische Stimme. Sie hat unsere Stimme." Jeder Mensch sollte seine eigene Stimme finden. Fremde Stimmen verkürzen. Sie manipulieren die Wahrheit zwangsläufig. "Mr. Brown ist schuld." (Art: Sandra Chevrier/C.O.A 2017)