Illunoia

Ich glaube, dass der Boden noch immer die beste Grundlage ist, um den Weg durch Ereignisse - mit Erlebnissen zu beschreiten. Mehr und mehr Menschen finden den Weg aus Ereignissen und Erlebnissen nicht heraus. Wir befinden uns in einem spannenden Teil der Weltgeschichte. Vielleicht sind wir sogar die ersten Menschen, die die Banalität des Bösen verhindern können. Nichts anderes kann Transparenz meinen. Inhaber öffentlicher Stimmen fürchten sich vor der politischen Zukunft. Ich habe heute den schlimmen Verdacht, dass ein Teil der deutschen Geschichte manisch und mit einer unangemessenen Perfidie abgesucht und durchwühlt wird, um Intelligenz nachzuweisen, die die Unschuld begründet. In Zeiten der Transparenz gibt es Millionen Sender für immer nur einen Empfänger. So entstehen Trugbilder, die den Empfänger schwächen. Eine Diktatur entsteht, wenn sich die Bedingungen ändern. Ein Sender sendet für Millionen schwache Empfänger. Im Internet lacht man über Trump: "Er trinkt wie ein Kind." Deshalb übersieht so ziemlich jeder, dass Frau Merkel negativen Einflüssen ausgesetzt ist. Sie lächelt bereits wie Putin, wenn Journalisten unangenehme Fragen stellen, die ebenso über Trump lachen. In meinem Beruf wird das Wort Krematorium auch heute mit den falschen Bildern verkoppelt. Die Sender haben demnach über Jahre grobe Fehler gemacht. Nicht wenige Menschen vermuten, dass ich mit meiner Berufswahl eine Therapieform gefunden haben müsste. Therapiert sich ein Automechaniker, weil Millionen Menschen mit dem Auto verunglückten? Therapiert sich ein Arzt, der eine chronisch kranke Mutter hat? Ich glaube nicht, dass ausgebildete Könner psychisch kranke Menschen sind, die sich den "Luxus" fragwürdiger Experimente leisten möchten. Ich denke vielmehr, Fachleute finden Fachleute; sie würden bei Bedarf sicher einen Therapeuten finden. Unglaublich dumme Mächtige stellen sich gerade in der Welt auf. Die Banalität des Bösen kann sich heute nicht gut verstecken. Ich finde zum Beispiel Mercedes Benz unglaublich. In China leben starke Menschen, die mit der Staubmaske ins Benz-Werk radeln. In Brasilien leben starke Menschen. In Spanien leben starke Menschen. Es ist so grotesk, wenn Salzufer-CEO´s dicke Hose spielen. Ich habe dort das Gefühl, ich weiß etwas, das die Menschen bei Benz noch nicht wissen. Wegwischen ist ein typisches Ritual dieser Zeit. Nächstes Bild. Nächste Nachricht. Das Tablet sitzt bereits im Geist - der in meinem Beruf oft bestritten wird. Wir werden schwächer. Schwache Menschen haben keine Grundsätze, weil sie geschwächt wurden. Sie könnten keinen Stundenlohn für sich selbst aushandeln, weil die Argumente fehlen. Sie kennen ihre Rechte nicht wirklich. Sie kennen sich selbst nicht sehr gut. Komplimente können sie nicht mehr ertragen. Das Leben ist plötzlich nicht wichtig. Der Tod ist kein Maßstab. Die Bestattung ist nicht wichtig. Es ist die Schwäche! Sie öffnet der Banalität des Bösen die Türen. Es gibt keinen Grund für mich, den Universitäten, den Oberstübchen mein Vertrauen zu schenken.