Masken

Marschner_Am Lokdepot
Es gibt keine schönen Masken! Der gesellschaftliche Irrtum bespricht noch immer schöne Menschen, die unter ihrer Maske im Grunde hässlich sind. Schöne Menschen bleiben schön - auch ohne ihre Masken. Nur eine sexistische Gesellschaft findet hässliche Menschen. Hässlich kommt von Hass; und Hass ist ebenfalls eine Maske. Medien verbinden seit Generationen Schönheit und Reichtum miteinander. Sie machen daraus eine Art Mehrwortterminus. Schönheit und Armut, Schönheit und Trauer, Schönheit und Bildung, Schönheit und Intelligenz können sie nicht in Verbindung bringen. Das ist weder originell noch original - schon gar nicht genial. Vor mir sitzen zunehmend berufstätige Menschen, also Menschen mit Berufen, die 60 Stunden in der Woche arbeiten, denen das Geld für eine Bestattung fehlt. Familienehre gibt es in Deutschland nur ganz unten, also in der Unterwelt. Die Legende sagt: Dort keimt der Rassismus. Jedes Kind, mit einem Kaufmannsladen aus Pappe, kann erklären, warum alle Steuern und alle Abgaben immer nur die Endverbraucher belasten werden, auch die Verbraucher an der Armutsgrenze. Nun finden Sexisten arme Menschen logischerweise hässlich. Kapitalisten, also die Spielmacher, müssen Flüchtlinge verantwortlich machen, weil sehr arme Menschen sehr hässliche Menschen sind. So wird Rassismus produziert. Politik verursacht Arbeitslose, bremst Wirtschaft durch Steuerlasten aus und Journalismus bekämpft Rassismus. Der Kreis schließt sich, nichts ändert sich. Visionieren geht anders.