Die letzten Stunden

Marschner_2018

Es geht auf die Finalstrecke

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Illunoia

Ich glaube, dass der Boden noch immer die beste Grundlage ist, um den Weg durch Ereignisse - mit Erlebnissen zu beschreiten. Mehr und mehr Menschen finden den Weg aus Ereignissen und Erlebnissen nicht heraus. Wir befinden uns in einem spannenden Teil der Weltgeschichte. Vielleicht sind wir sogar die ersten Menschen, die die Banalität des Bösen verhindern können. Nichts anderes kann Transparenz meinen. Inhaber öffentlicher Stimmen fürchten sich vor der politischen Zukunft. Ich habe heute den schlimmen Verdacht, dass ein Teil der deutschen Geschichte manisch und mit einer unangemessenen Perfidie abgesucht und durchwühlt wird, um Intelligenz nachzuweisen, die die Unschuld begründet. In Zeiten der Transparenz gibt es Millionen Sender für immer nur einen Empfänger. So entstehen Trugbilder, die den Empfänger schwächen. Eine Diktatur entsteht, wenn sich die Bedingungen ändern. Ein Sender sendet für Millionen schwache Empfänger. Im Internet lacht man über Trump: "Er trinkt wie ein Kind." Deshalb übersieht so ziemlich jeder, dass Frau Merkel negativen Einflüssen ausgesetzt ist. Sie lächelt bereits wie Putin, wenn Journalisten unangenehme Fragen stellen, die ebenso über Trump lachen. In meinem Beruf wird das Wort Krematorium auch heute mit den falschen Bildern verkoppelt. Die Sender haben demnach über Jahre grobe Fehler gemacht. Nicht wenige Menschen vermuten, dass ich mit meiner Berufswahl eine Therapieform gefunden haben müsste. Therapiert sich ein Automechaniker, weil Millionen Menschen mit dem Auto verunglückten? Therapiert sich ein Arzt, der eine chronisch kranke Mutter hat? Ich glaube nicht, dass ausgebildete Könner psychisch kranke Menschen sind, die sich den "Luxus" fragwürdiger Experimente leisten möchten. Ich denke vielmehr, Fachleute finden Fachleute; sie würden bei Bedarf sicher einen Therapeuten finden. Unglaublich dumme Mächtige stellen sich gerade in der Welt auf. Die Banalität des Bösen kann sich heute nicht gut verstecken. Ich finde zum Beispiel Mercedes Benz unglaublich. In China leben starke Menschen, die mit der Staubmaske ins Benz-Werk radeln. In Brasilien leben starke Menschen. In Spanien leben starke Menschen. Es ist so grotesk, wenn Salzufer-CEO´s dicke Hose spielen. Ich habe dort das Gefühl, ich weiß etwas, das die Menschen bei Benz noch nicht wissen. Wegwischen ist ein typisches Ritual dieser Zeit. Nächstes Bild. Nächste Nachricht. Das Tablet sitzt bereits im Geist - der in meinem Beruf oft bestritten wird. Wir werden schwächer. Schwache Menschen haben keine Grundsätze, weil sie geschwächt wurden. Sie könnten keinen Stundenlohn für sich selbst aushandeln, weil die Argumente fehlen. Sie kennen ihre Rechte nicht wirklich. Sie kennen sich selbst nicht sehr gut. Komplimente können sie nicht mehr ertragen. Das Leben ist plötzlich nicht wichtig. Der Tod ist kein Maßstab. Die Bestattung ist nicht wichtig. Es ist die Schwäche! Sie öffnet der Banalität des Bösen die Türen. Es gibt keinen Grund für mich, den Universitäten, den Oberstübchen mein Vertrauen zu schenken.

Klangfamilien II

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Klangfamilien

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Naivität

Ich war nie so besonders naiv. Mir lag das Naive schon als Kind nicht. Intuitiv zogen mich Strukturen und Regeln an. Es geschah an einem Tag im Frühling. Damals gab es noch echte Frühlingstage, die alle Lebewesen aufweckten, weil es noch echte Wintertage gab, die alle Lebewesen mit knirschend weißer Dämmung abdeckten. In einem Verkehrskindergarten musste ich meinen ersten Führerschein machen, weil ich mir ein Bonanza-Fahrrad wünschte. Das gelbe Blech-Cabrio strahlte mich an. Ich befuhr ziemlich aufgeweckt das Gelände, zog die rote Handbremse an Zebrastreifen, blieb an roten Ampeln stehen, trat bei Grünphasen kräftig in die Pedalen. In der 2. Runde kam mir ein wichtiger Gedanke: "Was passiert, auch mit mir, wenn ich den anderen Menschen auf dem Gelände entgegenkomme?" Ich fuhr also in die entgegengesetzte Richtung. Plötzlich kam ich den Menschen entgegen. Auch sie kamen mir entgegen. Ich vermute noch heute sehr stark, dass der Schutzpolizist mein Hausverbot nur so drastisch formulieren konnte, weil er meine Forschungsergebnisse nicht abwarten wollte. Das war mir schon damals zu naiv. Ich forschte, ohne Bonanza-Fahrrad, weiter. Heute kann ich endlich mein fundiertes Ergebnis vorstellen. Der größte Ärger entsteht, wenn man Menschen entgegenkommt, die anderen Menschen nicht entgegenkommen möchten. Ich befürchte heute, dass unser Staatsgebilde genau deshalb crashen wird. Naiverweise musste ich erst in diesen Tagen bemerken, dass die vom Amtsgericht eingesetzten Nachlasspfleger nicht einmal mehr Rechtsanwälte sind. Diese Art des Entgegenkommens können aufrichtige Menschen niemals erwidern. Sie werden sogar gezwungen, eine Schutzpolizei zu ersetzen. Natürlich müssen sie improvisieren. Das drückt aus, dass politische Strukturen ungepflegt sind. Und das meint am Ende, dass sich politische Strukturen auflösen werden. Naivität ist gefährlich, wenn die Schutzpolizei fehlt, also Eltern, Lehrer, Juristen, Staatsdiener, all jene Menschen, die der Menscheit dienen. Wie will man der Menschheit dienen, wenn man sie schlicht rammt? Wer könnte dem Bürgermeister eine Verwarnung schreiben, die rote Karte zeigen, ein Hausverbot aussprechen? Du? Dann mach das bitte.

Die Sittengemälde

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Verstehen

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Die innere Stimme - Ü40

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Plan B

Man braucht einen Plan B für Teenager, die einen Elternteil verloren haben, damit sie nicht im Abnabelungsprozess stecken bleiben. Das könnte eine endlose Schlaufe werden. Zu der Abnabelung gesellt sich der Abschied. Ablösung von einem Elternteil, Abschied und das spätere Loslassen, neben der Schule, in der Pubertät. Der Stresspegel schlägt hoch aus und gleicht im Verhältnis dem Stresspegel eines erfahrenen Managers. Trauernde Teenager fallen oft in lange Schlafphasen, in extreme Bewegungsphasen, in Aggressionsphasen, in experimentelle Phasen, in Gleichgültikeitsphasen, in Verweigerungsphasen, in Provokationsphasen. Möglicherweise suchen sie Stellvertreter. Eventuell sollte man Lehrer nicht zu stark bevormunden. Ein Crash ist ein Ende. Nach einem Crash kann eine neue Geschichte beginnen. Ein Beispiel: Ein Schüler provoziert seine Lehrerin. Schmatzend kaut er einen Kaugummi der Marke Bazooka Joe. Die Lehrerin sieht ihn mahnend an. Er produziert eine Blase, die vor seinem Gesicht platzen muss. Der Kaugummi muss raus, der Schüler muss an die Tafel. Vor seinen kirchernden Mitschülern löst er die gestellte Aufgabe schnell. Betont lässig lässt er die Kreide gegen die Tafel prallen. Dann legt er sie auf den nassen Schwamm und geht zurück zu seinem Platz. Seine Lehrerin ruft die Note 6 aus. Der Schüler steht auf und verlässt seine Klasse. An der Tür murmelt er: "Sie können mich." Ein Brief der Schule lässt nicht lange auf sich warten. Der Schüler soll sich im Hörsaal der Schule einfinden, um sich, vor allen Lehrern der Schule, bei seiner Lehrerin zu entschuldigen. Zum genannten Termin findet er sich dort ein. Alle Lehrer sitzen bereits im Saal. Er soll auf die leicht erhöhte Bühne gehen und vom Rednerpult aus sprechen. Seine neue Position lässt seinen enormen Stresspegel fallen und er fühlt sich besser. Eine unsichtbare Hand nabelt ihn ab, er fühlt sich merkwürdig erwachsen; und plötzlich sieht er Auswege. Er könnte über den Tod seines Elternteils reden, um seine Lage, für die er noch keine Worte gefunden hat, zu erklären. Er könnte die Situation nutzen und den Lehrern seine Version der Geschichte erzählen. Er könnte einen weiteren Kaugummi… Der Schüler entscheidet sich für eine Entschuldigung, die er schlicht und einfach formuliert. Er verlässt das Rednerpult. Sein Stresspegel steigt wieder zum höchsten Punkt. Seine gesamte Situation hat sich nun verändert. Die Suche nach dem Abschied wurde durch das Finden der Abnabelung ermöglicht.

Die Riesen

IMGL9464

They´re bringing their best

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Stillstand

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Recht! Das ist Recht! Recht ist das!

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Lebenskonzepte

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Echte Stimmen

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My Name is not Susan. Der Tod meiner Superheldin

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Ernsthafte Gespräche

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Früher...

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