Tierversuche

Marschner_Labor
Der Junge war in einem Laborbereich. Er zog eine Maske über die Augen und ein merkwürdiges Kontaktgerät wurde auf seinen Kopf montiert. Ich konnte den Zeitpunkt seines Startes in parallele Räume erkennen. Er sprang und zuckte. Er zog seine Waffe und machte eigenwillige Bewegungen. Er duckte sich, sprang wieder auf, rannte vor, blieb stehen und drehte sich. Der Anblick war grauenvoll. Er sah Wesen, die ich nicht sehen konnte. Plötzlich stand er vor mir. Auf einem Bildschirm sah ich ihn in der parallelen Welt. Sein Feind warf einen Feuerball. Ich stand hinter dem Feuerball. Er konnte mich nicht sehen. So drückte er ab, mehrfach. Er war aufgeregt und ängstlich. Schließlich wollte er nicht verbrennen. Für Sekunden stand er vor mir. Ich fühlte mich wie ein Geist. Wir wurden getrennt. Zwischen uns lagen plötzlich Welten. Ich lehnte ihn für Sekunden aus tiefstem Herzen ab. Die Abgründe taten sich auf. Der Vater gab Anweisungen. Er sprang vor dem Bildschirm herum. Dann empfand ich Mitleid für den Jungen. Er wirkte wie ein Versuchstier im Labor. Seine Eltern werden ihm sicher sagen: "Du sollst nicht mit Fremden reden." Ein in der Realität ausgelieferter Junge stand vor mir; körperlich anwesend, seiner Sinne beraubt. Ich bin nicht dagegen. Ich weiß nur genau wo ich stehe. Die Realität darf nicht zertreten werden. "Was genau ist denn die Realität?" Der Realität konnte ich ins Auge sehen. Hinter dem Kind versteckt sich ein Konzern.