Veränderungen

Marschner_Musik
Die neue Generation in Deutschland sieht gut aus. Das gefällt mir. Die Multikultur lässt die Idee der 68er Generation aufsteigen. 25 - 35-Jährige sind sehr gebildet. Sie pflegen einen guten Kontakt zum Elternhaus. Sie sprechen 2-3 Sprachen. Sie haben einen leichten Hang zum Totalitarismus, den ihre Ur-Großeltern unerklärt lebten. Sie suchen gesunde Nahrung. Sie suchen gesunde Lebensräume. Sie bahnen sich einen Weg durch phantasielose politische Landschaften. Sie sind realistisch und ernsthaft. Mit der Ironie des Schicksals arbeiten sie nicht mehr. Den Zynismus des kapitalistischen Systems haben sie über Bord geworfen. Eine Unterhaltung ist möglich. Eine echte Debattenkultur könnte entstehen. Sie wollen keine steile Karriere. Das Privatleben scheint in diesem Land bald wieder möglich zu sein. Bisher traf ich nicht einen Protagonisten, der bei Mercedes Benz arbeiten wollte. Das finde ich sympathisch. Sie sind die neuen Bastler, Verwerter, Handwerker und Handarbeiter. Fremde Label werden kategorisch abgelehnt. Sie finden Versace on the Dancefloor wirklich sehr nett. Ihnen selbst reichen die Schuhe von Vans. Sie können sich frei (er)finden. Die Multikultur kettet sie nicht zwangsläufig an die Geschichte des Landes. Das macht ein Einwanderungsland aus. Die Basis muss freiwillig sein. Diese Generation erinnert mich an Alicia, die ich sehr europäisch finde.