Vegane Trauer

Marschner_Tierpark_Berlin_Friedrichshain
"Und wenn ein Mensch Veganer ist?" Tja. Ihr müsst jetzt sehr tapfer sein. Veganer kann man nicht trösten, weil ausschließlich Parmaschinken Trost spenden kann! Veganer haben keine Kühlschränke; sie haben also keine bevorzugte Nahrung in ihrer Trauerphase. Bedauerlicherweise gibt es keine veganen Filme für Veganer, die eine ungewöhnliche Form der Trauer unterstützen könnten. Veganer dürfen nach einem Trauerfall also nicht mehr froh werden. Schuld ist der Parmaschinken… ein böser Schinken. Und hier findet sich die Begründung für magere Frager, die immer und überall einen Mittelpunkt suchen, anderen Menschen den Trost nicht geben, also nicht gönnen können. Derartige Frager, die wir Berliner schlicht voll Stulle nennen, absorbieren den Kummer anderer Menschen, um ihr Aufmerksamkeitsdefizit an einem fremden Buffet zu stopfen. Im Zustand ihrer Verstopfung verdrehen sie ihre breiartigen Inhalte, um einem zufällig Zuhörenden das Gefühl zu vermitteln, dass Menschen, die Menschen mit Parmaschinken und Filmen trösten, keine Veganer sein könnten, denn ein Lebensgefühl ist für Verstopfte immer ein Gefängnis, das sie einem Gegenüber andichten müssen, um sich selbst eine Form der Freiheit vorgaukeln zu können, die im Wesen eine Isolation ist; und keine Isolation kann Trost spenden. Es geht also nicht darum, die Lebenshaltung eines Verstopften einzunehmen. Es geht darum, seine eigene Lebenshaltung deutlich zu zeigen, damit der Trauernde seine eigene Haltung wiederfinden kann. Meine eigene Haltung ist also nicht vegan. Sie ist human!