Karma
23/04/26
Karma meint in Berlin: "Wie es in den Wald ruft, so schallt es heraus." Manchmal ist so ein kleiner Kienast, der unter dem Laub liegt, jener Lehrer, der alles ins Stolpern bringt. Die Lernende stolpert, rammt dabei ihren Freund. Sein Kaffee macht eine Welle aus dem Becher, die an ihr Kinn platscht, über und in ihre neue Jacke fließt und verrinnt. Der scheinbar idyllische Waldspaziergang endet in Schuldzuweisungen, wer nun eigentlich hätte aufpassen müssen. Ein kleiner natürlicher Kienast kann heute bereits in eine Trennung führen - die überfällig war. Karma kann auch Popcorn-Time sein. Das bekannteste Beispiel ist Bushido. Seine homophoben Texte riefen sogar Herrn Wowereit auf den Plan, der herabgewürdigt wurde. Das Wort Tunte ist so eine alte Beleidigung, dass daraus der Berliner Tuntenball entstand. Die Süddeutsche konnte für Bushido im Grunde nur Werbung machen, damit er dann endlich als integriert gestempelt werden konnte, um bei der CDU ein Praktikum machen zu können. Tatsächlich fanden Rechte seine Texte toll. Tom of Finland zertrat diesen kleinen Kienast, ohne es zu merken. Für Bushido kam Karma wie der Gorilla aus dem Nebel. Ich wartete, wie Dian Fossey, geduldig, bis der Gorilla dann kam. Ari, The Abou-Chaker, trat aus dem Wald heraus und brüllte laut und mächtig - gegen Bushido. Er bewarf ihn mit Stühlen und drohte, wie King Kong, seine Frau und seine Kinder zu nehmen. Bushido rannte zur Polizei. Er weinte. Er klagte. Er sang bestimmt auch Lieder für die Polizei, wie ein Kastrat aus dem 17. Jahrhundert. Bei der Polizei hat Tom of Finland seine Kumpels untergebracht. Wir sind überall und in allen Kleidern. Karma ist so toll. Karma durchspülte und reinigte mein Herz. Meine Handwerker-Freunde waren froh, dass Bushido nicht mehr Maler und Lackierer war: "Der Typ malt keine saubere Line. Die Schande ist uns erspart geblieben." Die nächste Popcorn-Zeit kam mit Farid Bang. Hübsch, witzig, schlagfertig…bis er wirr über Konzentrationslager sang und einen Echo bekam. Andere Künstler waren nicht Karma für Farid Bang. Müde und lächerlich gaben sie ihren beschmutzten Preis zurück und überließen Farid Bang die Bühne. Karma kam als Tunte um die Ecke, als Tom of Finland. Der kosovarisch-albanische Bözemann aus Stuttgart betrat die Bühne. Er jaulte, wie Canis lupus. Er witterte seine Beute. Farid Bang ist plötzlich gay. Eckhard Schmitz war sein Sugar-Daddy. Bang bekommt hier eine ganz besondere Note. Karma ist wundervoll. Das böse frisst sich selbst. Die Tunten dürfen jubeln und frohlocken. Die Papier-Rapper zeigen öffentlich, dass sie Diener für die Rechten sind, um sich dann zu fressen. Standing Ovation. Genauso funktioniert Karma am Am Lokdepot. Eigentümer decken sich selbst auf. Als die Stalkerin ins Haus zog, diffamierte sie einen Handwerker aggressiv als Arsch, der Badelemente bei ihr zerstörte. Sie diffamiert mich seit Jahren, ich würde sie verfolgen, vergiften, angreifen, dann wieder rauchen, Pestizide sprühen. Mein Bestattungsinstitut identifiziert sie als Wohnung, dann wieder beteuert sie, ich käme nachts extra in meine Räume, um sie zu vergiften. Bei Gericht beschwört sie, sie sei lesbisch, während ihr Mann draußen warten muss, weil ich eine vermeintliche Angreiferin bin. Ihre Zeugen haben sich mit vollem Adressat preisgegeben. Die Stalkerin ist nicht nur Coach für Europaparlamentarier. Sie ist auch Interieur-Designerin. Der Anwalt der Häuser hat sie 4 Jahre lang gedeckt. Er hat aus dem Verwalter einen drittklassigen Sekretär gemacht, der keine Streitwerte für große Klagen angeben darf. Seine Kanzlei wird die WEG in den Bankrott treiben und dann will der Anwalt einkaufen gehen. Für mich persönlich ist Karma in diesen Häusern wunderbar. Ich weiß jetzt, welche Sorte Mensch meine Mutter damals in den Tod getrieben hat. Eine Frage, die mich stets beschäftigte. Für den Rechtsanwalt des Hauses wird Karma unfassbar gigantisch zuschlagen. Mein Popcorn steht bereit. Ich bin gespannt, wie bei einem Film, den ich noch nicht kenne, der aber gute Besprechungen und spannende Trailer hat.