Haltung is hot

In Berlin wird heute der größte PRIDE, der größte CSD seiner Geschichte zelebriert. Unglaublich viele homosexuelle Menschen zeigen, dass die Gesellschaft immer die Schlacht gewinnen wird. Den weltweiten Krieg werden immer wir gewinnen. Heute, nicht für gestern, möchte ich mich bei der gesamten berliner Polizei bedanken. Mein eigenes frühes Coming out war, trotz des § 175, der erst 1994 gestrichen wurde, nicht mehr durch Schlagstöcke gesäumt. Ich erinnere CSDs, bei denen Polizisten gerne ihren Dienst machten, sich Blumen ans Revers stecken ließen, die Menschen im Tiergarten beschützten. In London, Großbritannien, wurden die Demonstrationen von Polizisten -hoch zu Ross- gesäumt, damit die Schlagstöcke auf Kopfhöhe sichtbar waren. Im Hydepark wurden homosexuelle Menschen noch verhaftet, wenn sie Hand in Hand spazierten. Die Polizei und die Gay Community Berlins sind über Generationen verbrannt und sie sind beide wie Phoenixe aus der Asche gestiegen, jeder in seiner Bestimmung, jeder in seinem Dresscode. Für mich ist das ein Symbol für den Ausspruch von Ru Paul: "We’re all born naked and the rest is drag." In diesem Jahr wurde endlich eine Gedenkminute für die vielen Toten und Verfolgten beim Pride zelebriert. Die Angst scheint sichtbar überwunden! Die Masken scheinen endlich zu fallen; die Masken der Ironie, die Masken der Clownerie, die Masken der Parodie. Haltung is hot. Das stimmt. Diese Haltung ist vielleicht erst durch die vielen toten Kämpfer und Kämpferinnen entstanden. Das ist der Grund, sie zu ehren. Lange hat sich die Community für sie geschämt. Politiker haben diese Scham schändlich ausgenutzt. Sie haben sich als Helden produziert, um Wähler zu ziehen. Und weil sie nicht mit uns brannten, wie die Polizei, konnten sie nicht wie Phoenixe aus der Asche steigen. Ein Slogan reicht nicht, um den Schmerz zu lindern. Ein Slogan reicht nicht, um unsere Toten zu ehren. Danger Dan, der uns im Kern verstanden hat, ohne unsere DNA kennen zu müssen, befindet sich gerade im Schlachtfeld der Gesellschaft. Sein Song "Keine Angst" ist für mich eine historische Hymne. Sein Song brennt öffentlich lichterloh und viele Menschen steigen auf. Sie sagen:"Danke ZDF, wir kannten den Song überhaupt nicht. Schön ist er. Toll ist er." Viele Phönixe steigen lebendig und leuchtend auf. Sie tanzen ungefährlich. Sie sagen: "Wir sind da. Wir sind neu. Wir machen kaputt, was uns und andere kaputt macht. Wir sind wach. Wir atmen wieder." Von 1933 bis 1945 wurden ca. 50.000 Urteile gegen homosexuelle Männer gefällt. Sie kamen in Zuchthäuser und Konzentrationslager. Lesbischen Frauen, die man nicht auf die Mutterrolle trimmen konnte, wurden aus dem öffentlichen Leben gedrängt. Ihre Berufstätigkeit wurde lebensbedrohlich eingeschränkt. Sie wurden aus dem Kunstleben verdrängt, natürlich aus den Medien. Eine Selbstartikulation wurde durch eine große gesellschaftliche Schlacht unterbunden. Den Krieg haben Frauen gewonnen! Transsexuelle Menschen gibt es im Grunde bis heute nicht. Sie waren und sind noch immer Kranke und Aussätzige. In der späteren DDR flammte die Idee auf, dass Homosexualität eine Erscheinung des absterbenden Kapitalismus sei. Und so musste man nur den Kapitalismus entfernen. Echte Sozialisten können eben nicht homosexuell sein. Tokio Hotel wird deshalb so geliebt, weil die Kaulitz Familie mit Bill verbrannte. Die Kaulitz Brüder stiegen mit der Mutter aus der Asche, wie die flammenden Phoenixe. Sie sind unantastbar. Sie haben Haltung. Sie bringen Freude und Liebe in die Welt. Bill Kaulitz musste lange seine Homosexualität verschweigen, weil Konzerne glaubten, dass die Umsatzzahlen mit einem schwulen Frontsänger sinken könnten. Tom, Georg und Gustav verbrannten mit Bill. Sie stiegen, wie die Phönixe, aus der Asche. Heute sind sie unaufhaltsam. Die Politik muss heute verstehen lernen, dass Geschlagene, die wieder und wieder geschlagen werden, immer den weltweiten Krieg gewinnen werden! Jerry Maguire würde sagen: "Helft uns, euch zu helfen."

Seelenverwandte

Ich habe noch nie, außerhalb meiner Familie, eine Seelenverwandte getroffen. Ich kann es nicht generell ausschließen, weil ich nicht Gott spielen möchte, weil ich auch nicht in seiner Firma herumwühlen möchte. Ich würde sein natürliches Konzept verstellen und manipulieren. Narzissten machen das gerne und deshalb fühle ich mich in meiner Denke bestätigt, dass Trauergruppen keinen Sinn ergeben. Sie ergeben noch weniger Sinn, wenn sie von Laien, dazu gehören Bestatter, durchgeführt werden. Trauma ist keine Verbindung zwischen Menschen. Narzissten benutzen das Szenario, um Abhängigkeiten zu schaffen. Mütter, die über ihre komplizierten Schwangerschaften sprechen, sind deshalb keine verbundenen Schwestern im Geiste. Männer, die in Krankenhäusern über ihre ähnlich schweren Unfälle sprechen, sind keine Bros im Geiste. Trauernde, die über ihre Gefühle zu einem Todesfall sprechen, sind nicht miteinander verbunden. Sie sprechen über ihre Gefühle, mehr nicht. Warum eine fremde Gruppe helfen könnte erschließt sich mir bis heute nicht, denn in einer fremden Gruppe müsste man anderen Trauernden zuhören. Wirklich zuhören können aber nur Menschen, die nicht traurig sind, die völlig klar sind. Narzissten benutzen Kummer und Leid, sie benutzen die Traurigkeit im Gegenüber. Sie schöpfen auf ekelhafte Weise Kraft aus dem Kummer eines Gegenübers. Trauer und Kummer ist in der Denke von Narzissten Schwäche. Sie wollen schwächen, wollen Schwache abbilden, um jene zu kontrollieren, die durch einen Todesfall tatsächlich Superman-Kräfte entwickelt haben. Die Aufmerksamkeit, die Narzissten meinen zu geben, liegt am Nullpunkt. Sie sind nicht fähig Fragen stellen zu können. Sie gaukeln magisches Wissen vor, um eine Seelenverwandtschaft schlüssig zu machen. Eine Traumabindung ist im Grunde keine Bindung, keine Verbindlichkeit, keine Verbundenheit, sie basiert auf Zuwendung und Missbrauch, auf Gaukelei. In meinem Buch >>Bunte Särge<<, das im Jahr 2003 auf den Markt kam, musste ich den Tod meiner Mutter einbinden, damit der Leser erkennen konnte, warum ich im Beruf kontrovers bin und bleibe. Mit dem Erscheinen des Buches kamen endlich unwahrscheinlich viele intelligente Menschen in mein Berufsleben, die mein Wissen bereicherten, die meine Arbeit durch ihr Können bereicherten, die mein Denken erweiterten, die meine Perspektiven größer machten, die den Lebensbaum im Todesfall zum Erblühen brachten. Durch diese vielen guten Menschen, die sich auch durch mein Buch trafen, flogen die Narzissten zwangsläufig auf, die mit schlampig deplatziertem Bombing einen Raum einnehmen wollten. Ich wurde mit David Bowie, Tilda Swinton und Annie Lennox verglichen, meine absolut unikate Mutter wurde verglichen, ihr Suizid wurde auf Wühltischen mit anderen Müttern verglichen. Meine kategorischen Abweisungen wurden immer damit erklärt, dass ich wohl meine Mutter in jenen Narzissten erkannte und Verwechslungen pflegen wollte. Narzissten kalkulieren nie ein, dass Narzissten nur ein einziges Programm haben, also den immer gleichen Mist erzählen. Sie kalkulieren nicht ein, dass ein Gegenüber intelligent sein könnte. Frauen wurden über Jahrhunderte mit diesem Programm bombardiert. Meine Frau hat ihren Vater verloren, deshalb ist sie oft hysterisch. Meine Frau hatte eine zu weiche Mutter, deshalb braucht sie meine liebevolle Strenge. Meine Tochter braucht einen Vater, die Mutter ist zu weich. Narzissten können keine Fragen stellen. Sie fürchten immer die Antwort, die Absage, die berechtigte Ablehnung. Narzissten können nicht einmal das Leuchten eines Glühwürmchens ertragen. Deshalb sind sie Auslaufmodelle, auch für einen gesunden Feminismus. Wenn man das Mantra pflegt, dass zum Beispiel Frauen Seelenverwandte sein könnten, dann muss man wissen, dass Trauma keinesfalls verbindet. Es soll nur Abhängigkeiten schaffen, die langweilen dürfen.

Justitia und der Tod

Ich persönlich kann den Justizapparat Berlins nicht mehr leiden. Ich mag ihn einfach nicht mehr. Es gibt keine Schimanskis mehr, die beherzt durch Türen springen, Opfer retten, clevere Verhöre führen. Es gibt keine Kommissare mehr, die sagen: "Harri! Fahr schon mal den Wagen vor." Es gibt kein Rehbeinchen mehr, die nachts die Kaffeemaschine anschmeißt, weil der Chef, Kommissar Erik Ode, von einem Fall gepackt wird, der ihn nicht schlafen lässt. Berlin hat eine Generalstaatsanwältin, die bald auf Rente gehen wird. Medien berichten. Beim Lesen Ihrer Vita schlafen leider nicht die Kriminellen ein. Das wäre eine bahnbrechend neue Taktik: "Die Generalstaatsanwältin Berlins schläferte jeden Täterfuß mit ihrer Vita ein. Diese Frau war der gefürchtete Taser für jeden Gangster." Ihre Vita ist aalglatt und eiskalt. Sie war eine strebsame Musterschülerin im Justizapparat, die immer nur den Chefstuhl anstrebte, also die oberen Besoldungsklassen suchte. Als 18 Polizisten starben, stellte ihre eigene Behörde ein Verfahren gegen sie ein. So läuft der Hase in die richtige Richtung. Die Generalstaatsanwältin möchte vor ihrer Pension noch unbedingt erwähnen, dass einfach auch nicht mehr jede Straftat verfolgt werden soll. Das ist dem Bürger überhaupt nicht aufgefallen. Da gab es tatsächlich Straftäter, die auf durchblutet freien Fuß gestellt wurden, weil die Behörden Fälle nicht bearbeiten konnten. Nun müssen Medien immer wieder erwähnen, dass die Frau Generalstaatsanwältin eine lesbische Frau - wohlgemerkt verheiratet - ist. Das klingt so, als sei die Frau General Opfer ihrer eigenen Geschichte: "Die Arme. Sie musste allein 5 Millionen Akten jährlich sichten; und ihre Behörden klebten am Modem, wie die Kanzlerin an der Rohrpost." Tatsächlich war sie nie an Berlin interessiert. Sie wollte lesbar immer nur die Präsidentin einer Behörde werden. Lesbisch reicht nicht, meine Damen und Herren von den Medien. Lesbisch heißt offenkundig nicht, dass Straftaten verhindert werden. Es hieß bei der Generalstaatsanwältin, dass der BGH ihre hastige Abschiebung rückgängig machen musste, dass Klimakleber einen guten Lauf hatten. Lesbisch heißt offenkundig nicht immer Anne Klein. Es heißt, dass sehenden Auges, bei extrem hoher Besoldung, eine Überalterung der Damen und Herren Staatsanwälte und Richter öffentlich beweint wird. Das ist so, als würde meine Frisörin mit stumpfen Scheren schneiden, weil die Hersteller auf Rente gegangen sind. Das ist so, als würde meine Dentistin bei Zauberkönig Zähne ordern, weil die Zahntechniker ihre Rente genießen. Vor einigen Tagen ging ich in eine Volksbank-Filiale im Bezirk Wedding. Die Müllerstraße ist auch am Abend belebt. Im Vorraum der Volksbank suchen Obdachlose bis zur Schließung Unterschlupf. Eine junge Frau fragte mich, ob ich ihr helfen könnte. Ihre Haare waren verfilzt. Ihre Hände waren schmutzig. Ihre Haut war entzündet. Ihre Kleidung hatte schon lange keine Waschmaschine gesehen. Bevor ich antworten konnte, machte sie plötzlich kehrt und zündete sich eine kleine Crack-Pfeife an. Sie legte sich auf den Boden und versteckte sich unter ihrer Jacke, die sie über den Kopf zog. Sie blieb einfach am Boden liegen. Ein alter Mann betrat den Raum. Er trug ein kleines Beatmungsgerät. Er bekam kaum Luft. Er wirkte wie ein Anwohner, der seine Volksbank kennt. Wir hatten beide keine Angst vor der jungen Frau. Es hätte uns beide nicht über die Maße erschreckt, wenn die junge Frau auf dem Boden gestorben wäre. Wir hätten die Feuerwehr gerufen, so, wie wir die Polizei gerufen hätten, wäre ein Stein durch die Scheibe geflogen. Es verblüfft mich. Kalte Menschen, wie die Frau Generalstaatsanwältin, haben dem Tod ins Leben geholfen. Sie haben ihn gesellschaftsfähig gemacht. Sie haben ihn sichtbar gemacht. Eine lesbische Generalstaatsanwältin, die dem Tod die Sense schärft, verbrennt öffentlich die Regenbogenfahne. Sie zerstört meine Arbeit frontal. Sie zerstört und sabotiert Trauerkultur aktiv. So eine kalte Frau erkennt auch dann keine Straftat, wenn Friedhöfe und Gräber bestohlen werden. Für solche Leute bin ich natürlich respektlos und anmaßend; und es ist in der Tat nicht schön, wenn man Türme anschaut, die einstürzen werden, weil die Statik nicht stimmt. Wer Straftaten bagatellisiert und gleichermaßen explizit rechte Straftaten befürchtet, der hatte nie eine gesellschaftspolitische Statik. Lesbisch reicht nicht!

Es wird Tote geben

Die deutsche Sprache gefällt mir, weil sie fragil ist, wie ein kleines Glaspüppchen. Sie ist transparent und durchschaubar. Die, die diese Sprache aussprechen, werden damit ebenfalls gläsern: "Es wird Tote geben. Der Polizei, sollte sie tatsächlich wegen einer Ruhestörung erscheinen müssen, werde ich großherzig eine Tote überreichen. Sie werden sich sicher freuen, dass sie keine Anzeige notieren müssen, dass sie als Freund erkannt werden." Die deutsche Sprache ist auch eine gefährliche Sprache. Sie darf nur von Meistern gehandelt werden. Gutenberg druckte das erste Buch, eine lateinische Bibel, mit beweglichen Lettern. Es gab 180 Ausgaben; und jedes Buch kostete umgerechnet fast 35.000 Euro. Martin Luther nutzte diese Drucktechnik, um die 95 Thesen in deutscher Sprache zu verfassen. Durch die Verteilung von Flugblättern entstand letztlich die evangelische Kirche. Er übersetzte das Neue Testament in eine deutsche Sprache und manifestierte damit den schriftlichen Standard, das Fundament der heutigen deutschen Sprache. Johannes Gutenberg war ein Drucker. Sicher war er lustig und subversiv. Er hatte eine Idee. Er war DER Influencer im Mainzer Valley. Sein Startup, eine Werkstatt voller Druckerschwärze, wurde finanziert. Er hatte Erfolg. Martin Luther war ein Haderer. Ein Jurastudium löste seine Lebenskrise aus. Er haderte, weil seine Eltern eine Geldehe einfädeln wollten. Durch die Pest und durch ein extremes Gewittererlebnis fand er wohl zu Gott. Als Eremit wurde er natürlich von den Augustiner-Eremiten in Erfurt sofort aufgenommen. Trotzdem hatte er eine Frau und sechs Kinder. Vielleicht war er auch in der Ehe ein Eremit. Die Stellung der Frau ließ dies zu. Luther re-formierte. Im religiösen Bereich sollten Frauen auch predigen dürfen. Bildung, das Lesen der Schriften, sollte auch Frauen eröffnet werden. Sünden sollten nun auch den Frauen vergeben werden…Theoretisch, also geistig betrachtend. Die Fallen der deutschen Sprache sind extrem groß. Gutenberg berücksichtigte im Mainzer Valley nicht, dass fehlende Worte, fehlende Buchstaben Kriege auslösen können. Er berücksichtigte mögliche Manipulationen und Interpretationen nicht. Er dachte nicht darüber nach, dass Schriftstücke gefälscht werden könnten, dass viele Buchstaben in eine enorme Inflation führen. Gutenberg druckte. Das war sein Beruf. Er schenkte Deutschland das erste Buch! Gutenberg war ein Hand-Werker. Es muss ein wundervolles Gefühl gewesen sein, als er nach 2 Jahren Arbeit das erste Buch präsentieren konnte. Er war ohne Zweifel der Steve Jobs im Mainzer Valley. Martin Luther, der verheiratete Eremit, berücksichtigte nicht die Massenhysterie, die Gewaltigkeit, das enorme Echo von gedruckten Flugblättern. 95 Thesen boten Zündstoff für Fundamentalisten. Ein fehlender weiblicher Sündenbock ist noch heute existenzbedrohlich. Heute , Am Lokdepot, wollen mich sogar Frauen auf dem Scheiterhaufen brennen sehen. Ich bin schuld daran, dass gescheiterte Existenzen Wohnungen kaufen konnten. "Es wird Torte geben. Der Polizei, sollte sie tatsächlich wegen einer Ruhestörung erscheinen müssen, werde ich großherzig eine Torte überreichen. Sie werden sich sicher freuen, dass sie keine Anzeige notieren müssen, dass sie als Freund erkannt werden."

Existenzbedrohungen

Die Existenzbedrohung ist quasi mein Berufsfeld. Krebs, AIDS, Herzinfarkte, Unfälle, Suizide - der Tod. Ich wunderte mich bereits in den 1980er Jahren über Menschen, die, als Gäste einer Trauerfeier, fast zwanghaft, bemängeln mussten. Zu bunte Kleidung, zu legerer Pfarrer, zu kleine Kränze. Die Lästerei ging damals noch unter, weil empathische Menschen das Feld dominierten. Im Zeitalter um AIDS stieg der Lästerpegel, wurde zur Hetzkampagne. Auch hier dominierten empathische Menschen das Feld. Empathie ist die Eigenschaft, eine soziale Situation zu erkennen und zu verstehen. Das Mitfühlen oder das Mitleiden, also Sympathien, gehören nicht dazu. Empathie ist nicht immer angenehm. Empathie will nicht gefallen; und das gefällt mir. Sympathie will, oft durchaus berechtigt, auch gefallen. Die Existenzbedrohung entsteht auf vielfältigen politischen Ebenen, weil Empathie mehr und mehr aufgebraucht wird, abgezogen wird. Dadurch entstehen emotionale Spannungen. Der Todesfall löst plötzlich eine schonungslose Schlacht um ein Erbe aus. Er entfacht einen Streit um die Namen in einer Trauerkarte, auf einer Kranzschleife. In dreißig Jahren ist es mir noch nie passiert, dass eine Hausgemeinschaft, aus purer Empathielosigkeit, einen langen hysterisch aufgeheizten Krieg gegen mich und mein Bestattungsinstitut führt, auch gegen eine Nachbarin und ihren Mieter. Emotionsgeladene Kriege werden systematisch geführt. Sie funktionieren nur in einer Gruppe. Im ersten Schritt werden Grenzen permanent überschritten. In Dauerschritten wird die Integrität zerstört. Eine zwanghafte und obsessive Präsenz macht aus Opfern Aufmerksamkeitslieferanten. Die Arbeit soll unmöglich gemacht werden. Verbale Anwürfe und Angriffe sollen systematisch die Selbstwahrnehmung zerstören. Meine Nachbarin wurde von einem Eigentümer im Haus verfolgt, der belastendes Material gegen sie sammelte. Er fand hier und da eine tropfende Mülltüte. Eine Eigentümerin erstellt seit Jahren Tonaufnahmen von mir, manipuliert diese, um Angriffe meinerseits zu inszenieren. Wenn sie selbst ertappt wird, erfindet sie störenden Zigarettenrauch. Sie wartet Tag und Nacht auf meine Ankunft im Geschäft, lauert und lungert mit ihrer Kamera und ihren Tonaufnahmegeräten auf ihren Terrassen. Sie redet sich und anderen ein, dass ich die Fenster öffne, weil ich ihre Belästigung erwünsche, dass meine Musik Botschaften für sie sind, dass meine Telefonate aufgenommen werden sollen. Sie sendet weit über die Hausgemeinschaft hinaus Sprachnachrichten, in denen sie wie eine Kranke röchelt. Sie gibt vor, dass ich sie vergiften wolle. Sie warnt Menschen vor mir, da ich alle in eine dunkle Spirale ziehe. Zeitgleich wurden die Mieter meiner Nachbarin systematisch von einem Typen attackiert und destabilisiert. Nutzlose Fotos, verbale Anmaßungen, Denunziationen im Dauerfeuer. Wir fanden heraus, dass ein Eigentümer dieses Szenario aufheizte, um Fahrt in die Sache zu bringen. Er hat seine Position als Anwalt dafür missbraucht. Er hat einen Kollegen in seiner Kanzlei dafür missbraucht. Es wird also ein empathielos emotional aufgeheizter Krieg gegen uns geführt. Das funktioniert mit und bei Marschner Bestattungen überhaupt nicht, denn nun geht es um den kategorischen Imperativ. Wer meine Nachbarin und mich angreift, der wird zunächst deutlich gesehen. Der Eigentümer, der ihr nachstellte, schmückt seinen Arbeitsplatz gerne mit Golfzeitschriften. Er spielt den Wolf of Lokdepot, ist aber so klein und geizig, dass er seinen Strom über das Blockheizkraftwerk fast kostenlos bezieht. Seine 200 qm große Wohnung muss soviel Geld verschlungen haben, dass er nur noch 50 Euro Strom im Monat zahlen kann. Der Rechtsanwalt führt eine 70/30-Ehe. Er braucht die 70, um irgendwie herrschen zu können. 60/40 oder 50/50 würden bereits sein narzisstisches Kostüm zerreißen. Seine Kinder wurden nicht von ihm gezeugt, deshalb hasst er intakte Familien. Bei der Denunziation der Mieter hat er gleich zweimal hier gerufen. Er wollte der hysterischen Super-Kunst-Direktorin zeigen, was er, als Anwalt, bei Behörden so drauf hat. Tatsächlich hat er ihr massiv geschadet, weil er ihr schaden wollte. Er verachtet Frauen und muss sie zwanghaft demütigen. Natürlich spiegeln sich solche Leute schnell im Außen. Sie ziehen keine guten Verwalter an. Sie ziehen Schwindler an. Der Gärtner spielt Verwalter. Une belle occasion. Der spielt den Kumpel, soll aber Sekretär sein. Des nachts spielt er Bingo mit WEG-Konten. Er schiebt und retouniert und schiebt. Er fährt einen gelben Porsche. Den hat er extra ausgeliehen, weil auch er Aufmerksamkeitslieferanten generieren muss. Damit stellt er sich über Golf-Joe, der nur Magazine in Büros wirft und Tropfen im Hausflur sucht. Wenn der Rechtsanwalt, meine Nachbarin und ich nennen ihn liebevoll Roben-Detti, vor der Gemeinschaft redet, ist der Gärtner ein amtierender Verwalter, der sogar die Ecken in seinem billigen Briefpapier knickt. Er wird schon bald ein Richtersiegel nutzen, um sich über die Anwaltschaft zu stellen. Es reicht ihm nicht, über einer geistlosen Eigentümerin zu stehen, die es immerhin schaffte, noch nie in ihrem Leben zu arbeiten. Ihr billiges Nachhemd dürfte weit unter seinem geliehenen Porsche gehandelt werden. Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass Menschen, die Opfer von solchen Leuten werden, auf ihren eigenen Kern fokussiert bleiben müssen. Dann kann ihnen nichts passieren. Die Gegenseite schafft sich, früher oder später, immer selbst ab! Meine Nachbarin und ich planen, ein Buch darüber zu schreiben. Es wird langsam aufzeigen, wie reiche und privilegierte Menschen abrutschen, wie sie zerstören und dabei, völlig "gedankenlos", unter dem Niveau der AfD versinken.