Ohne jeden Zauber

Wo ist der Zauber, der die Menschen am Leben hält?! VW baut fliegende Autos in China. Das muss beeindruckend sein, wenn man Teil davon ist, wenn man dadurch etwas lernt, wenn man Fachleute und Visionäre trifft. Joe Kaeser fühlt sich in Russland ziemlich wohl. Eine Tochterfirma von Siemens führt mittlerweile den Markt im Bereich Windparks an, um den Strom sauber zu machen. Seine Produktionshalle muss beeindruckend sein. Das ABER und das NUR vertreibt den Zauber, die Ideen, die Innovation, das Kennen und das Wissen. Wenn das Wissen verschwindet, verschwindet auch das Tsching. Was bleibt übrig? Die pure Verbitterung. Die Härte: Eine Frau verlässt Berlin aus gesundheitlichen Gründen. Ich persönlich wäre froh, wenn die Medien nach Corona einen Krebshype fahren könnten, dann würde sich etwas verändern - so es auch nur die schlechte Luft ist. Diese Frau hat in einem Friedwald einen Baum gekauft. Dort möchte sie dereinst bestattet werden. Sie hat den einfachen und üblichen Wunsch, dass die Urne ihrer Mutter, die in Berlin bestattet wurde, ausgebettet wird und ebenfalls unter dem Baum bestattet wird. Der Zauber einer Ewigkeit, in der die Mutter ihre Tochter erwartet. In diesem Zauber muss niemand allein sein. Der Baum steht für einen grünen Riesen, der beide Toten bewacht. Die Besucher sind Eichhörnchen und Vögel und wahrscheinlich auch Waschbären. Die Mutter der Frau wurde vor einigen Jahren in einem anonymen Grab beerdigt. Bei dem Friedhof stellen wir einen ordenlichen Antrag auf Umbettung der Urne. Es gibt zwei Arten anonyme Gräber. Für Erdbestattungen und für Urnenbestattungen. Anonym meint: Diese Grabstelle wird von außen als Wiese erkannt. Sie wird vom Friedhof gepflegt. Alle anderen Bestattungsmaßnahmen und Verordnungen sind identisch mit einem sichtbaren Grab. Die Totenruhe ist einzuhalten. Die Urnen und Särge müssen, wie in allen anderen Gräbern, in einem bestimmten Abstand zueinander, also nicht übereinander, bestattet werden. Der Verwalter lehnt den Antrag auf Ausbettung ab. Ein Umzug in eine andere Stadt ist kein Grund. Erneut muss der schroffe Kontakt hergestellt werden. Die Krankheit der Tochter, das neue Baumgrab lehnt der Verwalter als Grund für eine Umbettung ab. Die Tochter möge sich an die Obgrigkeit der Organisation wenden. Sie vermutet, dass der Friedhof die Urne nicht mehr findet. Ich vermute, dass der Verwalter aggressiv und schroff ist, weil er für die Krankgeschriebenen in seiner Verwaltung einspringen muss. Es folgen schriftliche Grundsatzurteile, die die Ausbettung aus anonymen Gräbern unterbindet. Das können Sie sich mal merken, Frau Marschner." Die Tochter ruft den Verwalter an. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe ihr erklärt, dass ein Umzug immer ein Grund für eine Ausbettung ist, der eigene nahende Tod ist DER Grund überhaupt. Obgleich die Grundsatzurteile des Friedhofverwalters Ausbettungen aus anonymen Gräbern untersagen, erklärt er der Tochter, dass sich die Erde unter den anonymen Gräbern verschiebt; und so kann es passieren, dass Urnen übereinanderrutschen, verrutschen, also durch das anonyme Grab wandern. Dieses Telefonat fand "Dr. Röntgen" sicher pietätvoll. Ich fand es fachlich skandalös, weil ich über Jahre auch anonyme Gräber verkauft habe. Ich selbst kann nicht durch eine Wiese sehen und sich schiebende Urnen erkennen. Das Tsching verglimmt, denn schließlich müsste man einen Friedhof, auf dem Särge und Urnen unter der Erde ins jeweilige nächste Grab rutschen, schließen. Es gab durchaus Friedhöfe, die geschlossen wurden, weil der Boden zu lehmhaltig, also konservierend war. Die Frage stellt sich logisch, warum ein Friedhofsverwalter, unter einer Dachorganisation wirkend, solche Bestattungen anbietet. Ich kann Joe Kaeser verstehen. Vielleicht sollte man dem Tsching folgen?!

Tsching

Ein Mensch fährt mit einem "alten" Diesel zur Arbeit. Dort hält er sich 8 bis 10 Stunden auf. Er achtet darauf, dass er keine Pappbecher mehr nutzt. Er nutzt keine Plastikflaschen. Er nutzt wenig Papier. Er bedient ein "altes" Nokia - für 3 Telefonate in der Woche. Nach der Arbeit fährt er mit seinem "alten" Diesel nach Hause. Dort liest er echte Bücher. Er hört Musik über "alte" Schallplatten. Jeden Tag um 7.00 Uhr beginnt sein Tag; und er endet gegen 23.00 Uhr. So lebt er über Jahre recht glücklich. Sein Nachbar ist ein passionierter Fahrradfahrer. Er besitzt ein Smartphone, ein Tablet, und ein Macbook Pro. Er tradet bei einem Online-Broker Bitcoins. Damit hat er Glück und so kauft er sich von dem Gewinn ein E-Bike. Alle finden ihn toll. Manchmal nutzt er über eine App das Car Sharing Angebot und fährt in den Tierpark Friedrichshain. Dort fotografiert er die Tiere. Er ist modern. Er empfindet sich als ziemlich umweltbewusst. Über den alten Diesel seines Nachbarn rümpft er die Nase. Der verpestet die Luft. Er liest bei seinem Broker einen Report über Tesla. Super. Elon ist auf Twitter aktiv und ….siehe da….er findet heraus, dass Herr Musk der Namensgeber des Bitcoin ist. Das findet er ungeheuer toll; und so kauft er die Aktie von Tesla, die eigentlich der Broker kauft. Er checkt den Stand seiner Kryptos, schließt sein Macbook Pro und geht zur Bio Company. Dort kauft er ökologisch, biologisch astrein, angebaute Runkelrüben, Kartoffeln und Tomaten. Er fühlt sich gut, weil er richtig lebt. Er ist zeitgemäß und absolut politisch korrekt. Niemand kann ihm Vorwürfe machen. Sein Nachbar, der mit dem "alten" Diesel, beendet ein gutes Buch. Er weiß nach diesem Buch, dass die Produktion aller Bitcoins, die über Miner läuft, einer Betriebsleistung von 16 Kernkraftwerken entspricht. Das Wort Greendeal schwirrt in seinem Kopf und er überlegt wie viele Kernkraftwerke wohl notwendig sind, um die Elektroautos und die E-Bikes über Millionen kleine und große, öffentliche und private Stationen aufladen zu können. Hinzu kommen all die Ladestationen für technische Geräte. Sauberer Strom würde ihm sein Nachbar, der mit dem E-Bike, pikiert entgegnen. Der findet bei seinem Broker eine echt gute Aktie. Alternative Kraftstoffe, seit Jahren von Pionieren entwickelt, getestet und in die Landwirtschaft und in den Flugverkehr gebracht…und dann kauft er sie doch nicht. Diese Aktie ist mies. Eine sogenannte Schrottaktie. Sie liegt am Boden bei lächerlichen 6 Dollar. Keiner will sie haben. Sie wurde geshortet. Daytrader pumpen and dumpen. Er kauft für kurze Zeit die Tesla Aktie, die eigentlich sein Broker kauft. Swing klingt wie Tsching, das Wort aus einem Zauberkasten. Dann kauft er 4 Tage vor Dividendenausschüttung die Aktie einer Firma, die die Luft verpestet; heimlich, nur wegen der Dividende. Danach steigt er sofort wieder aus. Das erzählt er keinem Menschen. Er spamt damit nur den Feed seines Brokers. Das muss wohl an den Cannabis-Aktien liegen. Greendeal ist das Wort dieser Zeit. Ein Wort, wie aus einem Zauberkasten. Man muss nur Tsching sagen. Das lenkt Millionen Zuschauer ab; und es lässt die Kernkraftwerke ungemein gut verschwinden.

Betreuungsgerichte

Im Moment könnte ich nicht sterben! Ich müsste mit einem x-beliebigen Betreuer rechnen, der vom Amtsgericht bestellt wird. Bis vor einigen Jahren war klar, dass qualifizierte Rechtsanwälte für diese wichtige Arbeit eingesetzt werden. "Also, wir haben bisher immer gute Erfahrungen gemacht." Sind Rechtsanwälte zu teuer geworden? Hat man ihren Ruf lange genug untergraben können? Keine Ahnung, nach welchen Kriterien Amtsgerichte Betreuer zulassen. Die Tatsache, dass es Lokalpolitikern komplett egal geworden ist, wer die Konten anderer Menschen bedient, wer Hospize und Altenheime aussucht, wer über Abschiede und Bestattungen entscheidet, ist ein Kriterium. "Es waren ja keine Mittel mehr da. Ich weiß auch gar nicht ob es Familie gab. Ich darf jetzt nicht mehr an die Konten." Ob ein Betreuter, arm oder reich, wie ein Hund oder wie ein Mensch bestattet wird, entscheidet jemand, der nach dem Muster der politischen Gleichgültigkeit ausgewählt wird. Dieses Muster führt dazu, dass die Integrität eines Rechtsanwaltes ins Lächerliche gezogen wird. Man stelle sich vor, ich würde die Integrität eines Floristen untergraben, eines Bestattungshelfers, eines professionellen Musikers: "Nur ein Friedhofsmusiker. Nur ein Leichenträger. Wer weiß, vielleicht verkauft der Blumenhändler die Kränze nach der Feier erneut!?" Es geht nicht darum, dass es zweifelsfrei ambitionierte Betreuer gibt. Es geht um das gesamte politische Standing, das in Berlin die Struktur eines Turnbeutels aufweist. Diese Struktur muss nicht mehr gepflegt werden; genau wie bei einem alten Turnbeutel. Diese Stadt ist nicht jung. Das ist ein großer Irrtum. Diese Stadt war jung, weil sie kontrovers war. Sie war jung, weil sogar ungepflegte Männer und Frauen ein Standing hatten. Heute verkleiden sich Menschen - ohne auch nur eine klare Haltung zu haben. Sie arbeiten in der Kinderbetreuung, der Altenbetreuung, der Schülerbetreuung. Das Stadtbild ist nicht mehr locker. Es ist verkrampft, weil jede politische Haltung die Struktur eines Turnbeutels hat. Wobei ich mir darüber im Klaren bin, dass ich natürlich all jene Turnbeutel beleidige, die einen ideellen Wert haben, der in der obigen Zeichnung in Gänze fehlt.

Wir kopieren Amerika

Wir kopieren auf eine peinliche Art und Weise Amerika; und das muss ich sogar als Bestatterin bemerken und deshalb auch ansprechen. Wir geben uns täglich Reminder - ohne uns an etwas zu erinnern. Wir betrachten ein Average - ohne einen Durchschnitt zu kennen. Die Grünen werden keine Biodörfer bauen. Sie überlassen Berlin jenen Ambitionierten, die die Hochbeete in der Stadt selbst bepflanzen. Die Wies'n ist Deutschen zu deutsch, deshalb kopiert Dubai das Oktoberfest. Ein Licht für die Menschen mit Migrationshintergrund ist das nicht wirklich. Wenn Frau Baerbock von den Grünen sagt, dass sie eine Partnerschaft mit den USA eingehen möchte, um Klimaziele im Wettbewerb mit China zu erreichen, dann ist klar: Wir werden nicht nur in NATO-Kriege ziehen, wir werden im Alltag drastisch steigende Mieten sehen, mehr Wohnungseigentümer antreffen, weniger soziale Leistungen erhalten, drastisch steigende Lebenshaltungskosten erfahren. Der Mittelstand verschwindet nicht. Er muss sich entscheiden. Kümmert man sich politisch um die Benachteiligten - oder lässt man die Leine los und steigt einfach auf. Und die heutigen HARTZ IV Empfänger können sich die Spinne vom Kragen nehmen. Man wird Euch fallenlassen - wie eine heiße Kartoffel. Dafür steht die SPD. Anstatt eine konsequente Sozialpolitik auf Kurs zu halten, flickt sie ein Segel, das sie selbst zerrissen hat. Heute beantragen Menschen mit einer Eigentumswohnung HARTZ IV. Eine Wohnung in Berlin, die einen Wert von wenigstens 100 000 Euro hat, wird aus den Sozialkassen bezuschusst. Die SPD kann nicht sagen: "Sie müssen Ihre Wohnung verkaufen. Wir übergeben Ihnen eine gute Wohnung im sozialen Wohnungsbau." Die Armen werden bereits von den "Armen" bestohlen. Dieses System führt dann zu Ausschreitungen, wie am 1. Mai in Berlin. Diese Ausschreitungen sind gewollt, um mehr Polizeigewalt zu züchten, die bei einer guten Politik nicht notwendig wäre. Ich erinnere eine Zeit, in der Buddhisten von Deutschen kopiert wurden. Eines Tages sagte ein Geistlicher: "Lebt Eure eigene Religion." Biden müsste Frau Baerbock also sagen: "Sie sind eine peinliche deutsche Politikerin, weil sie Amerikaner kopieren. We don't need People like you! Klimaziele müssen sie mit China verhandeln, denn schließlich zerstören Sie nicht nur den deutschen Arbeitsmarkt durch Auslagerung." Es ist auffallend, dass die Aktie von Ford bei 11 Dollar liegt, während die Aktien der deutschen Autokonzerne bei weit über 100 Dollar angesiedelt sind. Woran das wohl liegen mag? Machen wir uns also nichts vor. Die Bankgebühren werden weiter steigen, die Gewerbemieten werden explodieren, die Arztkosten steigen in den privaten Bereich, die Renten müssen durch Grundbesitz gesichert werden. Wer von Euch möchte zu jenen Menschen gehören, die auf meiner Terrasse schlafen, wie New Yorker auf den U-Bahnhöfen? Kaum ein Mensch möchte das. Wenn wir also nach oben streben, um der Armut zu entkommen, dann dürfen wir uns heute nicht mehr um die Armen kümmern. So läuft hier der Hase. Wenn Du aus der Armut kommst, dann gehst Du nie wieder dahin zurück. Nichts anderes wird gesagt, wenn SPD-Politiker darüber pamphletieren, dass der Mittelstand verschwinden wird. Sie predigen eine Copperfield'sche Magie. Ich sehe eine lausige Steuerpolitik, die den Armen nichts bringt. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Als Kind der Alliierten habe ich überhaupt keine Probleme mit dem amerikanischen Stil. Nur würde ich dann zur Quelle ziehen. Schlechte Kopien, die die Hochkultur Europas verhöhnen, kann ich nicht gut vertragen. Been there, done that.