Der blinde Fleck

Der 11. September 2001 war in Berlin ein schöner Septembertag. Ich dachte nicht über Amerika nach. Ich zählte auch nie die Tage bis zum 20. September, an dem meine Großmutter Geburtstag hat. Ich denke nie über Kräftemessen nach. Meine Großmutter ging durch den Ersten Weltkrieg und durch den Zweiten Weltkrieg. Ihre Geburtstage vielen also ziemlich oft aus. Im Kalten Krieg lernten wir Amerika kennen. Das Land der Träume, der Traumtänzer, der heiteren Visionäre, der Stars. Ein Land der ultimativen Freiheit, ein Land, das Donald Duck bemühte, Hitler zu karikieren, Antifaschismus in die Kinderzimmer zu bringen, musste bewundert werden. Die Linke in Berlin tobte gegen den Imperialismus; und ich habe sie nicht verstehen können. Die Linken in Berlin waren extrem gebildet, so, als sollte ich sie nicht verstehen müssen. Konnten sie tanzen oder singen? Trugen sie Mickey Mouse Shirts? Konnten sie die damals begehrten Nike-Turnschuhe besorgen? Hatten sie lustige Walt Disney Filme? Nein. Ihre Filme waren schwer und düster. Ihre Sätze waren verschachtelt, fremd und massiv. Die Linken schienen nie ein Loch im Bauch zu haben. Sie wirkten auf mich, als hätten sie keinen Lebenshunger. Nie waren sie Arbeiter, obgleich sie Arbeiterkleidung trugen. Sie mochten Arbeiter und Handwerker nicht wirklich. Sie sahen die weltweite Ausbeutung und sie sahen Kriege. Oriana Fallaci, eine italienische Journalistin, war eine Kriegsreporterin im Vietnamkrieg. Ein Krieg, den bis heute kein Mensch logisch begründen kann. Ihre Bücher Wir, Engel und Bestien und Nichts und Amen gehören zu den extrem guten Büchern. Meine Großmutter konnte Frauen nicht verstehen, die freiwillig in Kriegsgebiete gingen. Sie hatte genug scheußliche Kriege gesehen. Sie war ein friedlicher Mensch. Sie war kein Kampftier. Mit dem 11. September schrieb Oriana Fallaci den Text Die Wut und der Stolz. Er war eine radikale Abrechnung mit dem Islam. Im Jahr 2006 starb sie. Medien feiern sie als kompromisslos, als eine Frau an vorderster Front, als Leidenschaftliche. Am 11. September 2001 stand ich, wie so oft, im Imbiss von Mohammed und seiner Frau. Ich bestellte Pizza und wartete. Sein Fernseher lief. Der Imbiss füllte sich plötzlich so merkwürdig schnell. Die Bilder des Anschlags in New York fielen in der berliner Fidicinstraße über uns her. Zwei Tower, Rauch, viele Nachrichten-Ticker. Ich verstand nicht. War das Flugzeug unbemannt? Wie sollte ein Pilot in die Tower fliegen und gleichzeitig aus dem Flugzeug gelangen können? Ich wollte nicht so schnell verstehen, dass ein Pilot, der ein Passagierflugzeug steuert, sich und andere Menschen bewusst in ein grausames Sterben zerrt. Meine Psyche blendete zunächst Menschen in den Twin Towers aus. Tage später kamen die Bilder jener Menschen in den Gebäuden, die sich teilweise aus den Fenstern stürzten. Heute sitze ich im Geiste in einem Flugzeug. Ich bin Amerikanerin und will meine Familie besuchen. Ich muss nicht nachdenken. Ich unterstelle, dass jeder Mitarbeiter auf den Flughäfen seine Arbeit macht, meinen Koffer in den Frachtraum gibt, die Maschine betankt, die Sitze und den Innenraum putzt. Ich gehe davon aus, dass der Kapitän ausgeschlafen ist und sein Flugzeug voll im Griff hat. Wir steigen also auf. Ich freue mich, meine Familie in einer Stunde sehen zu können. Ich habe ein Geschenk an Bord, das die ganze Welt verändern wird. Plötzlich steht ein Mann auf, wütet wild im Passagierraum herum und stoßt ein Mantra aus. Alle sind still. Nach einer Weile sehe ich Menschen, die wohl Nachrichten über ihr Smartphone versenden. Nach einer weiteren Weile wird klar, dass das eigene Leben völlig aus dem Ruder laufen könnte, weil es ein Fremder in der Hand zu halten scheint. Drohgebärden schüchtern ein, mein Nachbar weint. Er hat große Angst. Eine ältere Dame hält sich ein Taschentuch vor den Mund. Sie braucht einen Schalldämpfer, um Schreie unterdrücken zu können. Ich stehe auf und ziehe mein Handgepäck aus dem Case. Der fremde Mann schreit mich an und ich bitte um einen Moment der Aufmerksamkeit. Ich gebe dem Attentäter ein Banner und bitte ihn, dieses Banner aus einer Öffnung des Flugzeuges wehen zu lassen. Er versteht noch nichts. Der Pilot hilft uns. Er versteht sofort. Beide folgen mir aus unerfindlichen Gründen. Ich bitte den Piloten und den Attentäter darum, viele große Schleifen um das World Trade Center zu fliegen, sodass alle Menschen in New York das Banner lesen können. Und so lesen die New Yorker: "Die Aktien der Airlines werden steigen! Die Put-Optionen treiben die Spekulanten nun selbst in ihren eigenen Tod." Das Flugzeug bereitet später alles für eine Landung vor. Alle Passagiere wirken plötzlich ziemlich britisch, so, als hätte es nie einen Vorfall gegeben. Sie sortieren sich, ihre Kleidung und ihr Haar. Sie alle tragen etwas Großes aus dem Flugzeug - in die Welt hinein. Als Banken die Regierungen heirateten, Bargeld, also Renten und Lohntüten, aus der privaten Verwaltung gezogen werden sollte, sagte meine Großmutter zu uns Kindern:"Banken sind die größten Verbrecher." Ich bedaure zutiefst, dass ich sie, mit ihrer Erfahrung, nicht wirklich ernst genommen hatte.

Der Perspektivwechsel

Meine Ahnen finden mich seit einiger Zeit langweilig. Sie haben schon keinen Bock mehr, mir von oben zuzusehen, wie ich in der Unterforderung verweile. Die eigenen Ahnen hört man nicht im Außen. Man hört sie im Herzen. Sie tauchen auf, wenn es Zeit ist. Besonders meine Mutter ist total bedient, weil ich an einem Ort meine Arbeit ausführe, an dem ich erstickt werden soll. Meine Großmutter schüttelt heute den Kopf über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt: "Neun lächerliche Prozent. Was ist nur aus der SPD geworden…!? Und die CDU wird Außenseiter mit siebzehn Prozent? Da wird der Hund in der Pfanne verrückt." Es war klar, dass Herr Siegmund von der AfD gewinnen wird. Er ist jung und dynamisch. Er gab den stets gepuderten Kennedy, um ungepflegte Gegner alt aussehen zu lassen. Er fuhr Moped und tanzte mit seiner Frau, wie Obama. Sein Konterfei auf herzförmigen Plakaten könnte von Shepard Fairy sein. Er nennt seine Wähler liebe Freunde; und er bezeichnet Deutschland als unser Land. Klar wurde, dass die CDU über Wählern steht, keine Zielgruppe sah, Wähler nicht kennt. Herr Merz, ehemals BlackRock, erschien hier und da in kugelsicherer Limousine. Seine Menschenfreundlichkeit blieb sichtbar aus. Evelyn Roll sagte einst, dass Politik auch Spaß machen könnte. Diesen Spaß verbreitete der 35-jährige Herr Ulrich Siegmund mit Musik und Natürlichkeit. Das sollte jeder sehen. Die AfD stellt sich auf. Stephan Brandner, Dr. Curio, Björn Höcke sind sichtbar Antiquariat. Sie bleiben noch hinter Vorhängen. Man erkennt die US-Werbeagentur der AfD. Während tatsächlich alle Medienschaffenden, klein und groß, dem AfD-Football folgen, den Quarterback heimlich und unheimlich anhimmeln, liegt die SPD am Boden und wähnt sich im orientierungslosen Schneckenrennen. Die SPD weiß nicht mehr wo ein Vorne ist. Die SPD ist nur noch ein vermufftes Wohnzimmer, in dem die Jogginghose zum Smoking erklärt wird. Sie hat keine Schrittmacher, keine Spielmacher. Sie hat sich die Taschen gefüllt und nun ist sie so schwer, dass die AfD nur rüberspringen muss. Sachsen-Anhalt war der Einstieg in die Oberliga. Die AfD setzt auf Gewinn. Sie wollen Gewinner machen. Berlin wird schnell die AfD wählen. Behörden marodieren, Personal fehlt. Gute Richter fehlen. Gute Staatsanwälte fehlen, gute Politiker fehlen. Eigentümer und Investoren werden schon deshalb die AfD wählen, weil die die Grunderwerbssteuer senken will. Der Immobilienmarkt wird angekurbelt, Verkäufe treiben Preise weiter in die Höhe. Es wird weiter gebaut. Die AfD wird den nächsten Quarterback ins Rennen schicken und Menschen in Berlin wählen diese Partei, weil sie ein Vorne sehen wollen, um jeden Preis. Die Ur-Berliner, die Künstler wurden bereits vertrieben. Die Linke ist altbacken:"Wir wollen nicht ein Stück Torte. Wir wollen die ganze Bäckerei." Die Linke hat nie begriffen, wie Wahlkampf klug funktioniert. Wahlkampf funktioniert nicht über Elend, über Mitleid, über Empathie. Wahlkampf führt man mit heldenhaften Gewerkschaften, mit lebendigen Handwerkskammern, mit Lebensrettern, die den ganzen Tag in Krankenhäusern den Superman und die Catwoman geben. Wahlkampf ist eine Arena, in der Humanisten glücklich gezeigt und gefeiert werden müssen. Die Linke hat keinen Ort kreiert, an dem das Verbieten verboten glücklich verläuft. Die Linke hat das Arendt`sche Es gibt kein Recht auf Gehorsam der AfD geschenkt! So dämlich kann man sein! Es geht nicht darum, die AfD zu beobachten. Es geht darum, die SPD und die Linke aufzubauen. Diese Parteien müssen entkernt und aufgebaut werden. Ein lächerliches Plakat "Gegen Mietabzocke" wollen Eigentümer in Berlin nicht mehr lesen. Sie empfinden sich nicht als Abzocker - eher als elitärer Club ohne Ziel. Am Lokdepot wartet schon jemand, seine Immobilienplattform anzukurbeln. "Hey, da ist noch Luft nach oben."

Der Gesetzgeber gibt Lebenszeichen

Eine EX empörte sich online darüber, dass sie die Wohnung ihres EX unmittelbar nach seinem Tod betrat, den Neffen animierte, ihr den Computer und die Bankauszüge aus der Wohnung zu bringen. Das Schnüffeln in einem fremden Computer war ihr wichtiger, als die wichtige Entscheidung über eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung, obgleich er, Jahre vorher, seinen Bruder durch eine bedachte Erdbestattung verabschiedete. Die EX ließ ihn verbrennen, bekam die Sterbeurkunden vom Standesamt und konnte sich am Konto verdingen. Die Polizei nimmt es mit dem Versiegeln der Wohnung nicht mehr so genau. Die Prüfung der Rechte am Nachlass wurde ausgelagert. Die Mutter und der Vater wurden kurzerhand zu fürchterlichen Menschen erklärt. Claudia Marschner war natürlich auch eine fürchterliche Bestatterin, die es wagte, sich nicht für die Schlammschlacht zu interessieren, die die fürchterlichen Eltern des EX rechtlich in Betracht zog. Die Gesetzgebung, der Staat, die Behörden inszenieren eine verstellte Gesamtfratze. Jeder kann sich als Neffe ausgeben, wenn er nur bequatschen kann. Nun, im Jahr 2026, bewegt sich ein Stäbchen des berühmten Beamtenmikados, wurde sachte gezogen, um den Stäbchensalat nicht komplett ins Rollen zu bringen. Als fürchterliche Bestatterin, die in Ruhe mit Hinterbliebenen arbeiten möchte, kann ich also endlich eine staatliche Bewegung melden. Ein Raunen geht durch den Saal. Mit einem Todesfall müssen Freunde, Lebenspartner, Nachbarn, Kumpel, EXinnen und Exen bei den Standesämtern glaubhaft machen, dass sie berechtigt sind, die Sterbeurkunden in Besitz zu nehmen. Das geht, wie immer, über eine Patientenverfügung, über Vollmachten, über Testamente, über Mietverträge, die zu erkennen geben, dass man zusammen lebte und wohnte. Da die Polizei die Sicherung von Wohnungen, wie die Bußgelder, auslagert, bleibt der Raum rechtsfrei und entstellt. Natürlich sind Ehepartner, Söhne, Töchter, Mütter, Väter nicht davon betroffen, die sollen vermeintlich geschützt bleiben. Da ich selbst in den letzten vier Jahren Anwälte beobachten musste, die, ausgerechnet im Bereich Eigentumswohnungen, spätere Erbmasse, haarsträubend knallharte Lügen in Gerichtsprotokollen hinterlassen, kann ich sagen, die Gesetzgebung lässt sich naiv durch tumbe Masse überrollen, nimmt Betrug nicht mehr wahr, wischt vom Tisch. Das wird durch die Tatsache befördert, dass Tote als lästiger Abfall der deutschen politischen Gesellschaft betrachtet werden. Die Krankenkassen haben Todesfälle rausgeworfen. Die Sozialämter knicken ein. Die Polizei kann nicht mehr jede Wohnung sichern, die Schlüssel verwalten, also den Nachlass sichern. Sie diskutiert nicht mehr mit jedem "Neffen". Sie knickt ein. Tote werden, wie Bußgelder, ausgelagert. Matthias Steuckardt hat sich bei mir beworben. Ich soll ihm meine Stimme geben. Leiter der Abteilung Bürgerdienste, Soziales und Senioren. Ein Stäbchen von der CDU zieht sich vor der Wahl aus dem Salat. Er ist in vielen Vereinen Mitglied: Bei der Berliner Aids-Hilfe e.V. , beim UHW, bei Mann-O-Meter e. V., im Verein zur Förderung des Weinbergs und der Gartenarbeitsschule in Schöneberg e.V. und sogar bei der DLRG in Schöneberg. Ich schrieb ihm und stellte Fragen. Sein Wappen trägt immerhin Kreuz und Hirsch. Er wird wohl nicht einknicken. Die Friedhöfe werden vernachlässigt und immerhin will die CDU -wie die AfD- deutsche Kultur erhalten. Auf vielen verschmutzten Wahl-Plakaten wird das Wort sauber genutzt. Sie wollen den sauberen Goethe zitiert wissen, der Gladstone zitierte: „Zeige mir, wie eine Nation sich um ihre Toten kümmert, und ich werde mit mathematischer Genauigkeit das Mitgefühl ihrer Menschen, ihren Respekt vor den Gesetzen des Landes und ihre Loyalität gegenüber hohen Idealen messen.“

Das tote Leben

Auf Youtube sehe ich einen hageren Mann in seinem Wohnzimmer tanzen. Er glaubt, dass er tanzen kann. Er glaubt, dass seine schmierigen Haare locker sitzen. Er trägt nur eine weiße Unterhose, die nicht an Calvin Klein erinnert. Seine stocksteifen Bewegungen kommen nicht ansatzweise an einen Tanzstil heran. Während sich dieser Mann psychotisch dreht und Haken schlägt, sprüht er Parfum ohne Unterlass. Unter dem Video finde ich seinen Namen. Er nennt sich Jeremy Fragrance. Er will offenkundig, anders als Tom Ford, Coco Chanel und Jil Sander, schnell eine öffentliche Lust am Ekel befriedigen, die mir fremd ist. Ich sehe das offenkundige Endergebnis der virtuellen Reise eines Mannes. Er hat sichtbar seine inneren Dämonen ausgebildet, gepflegt und befördert. Sicher macht er Geld. Sicher fährt er ein tolles Auto. Er hat aber auch eine Frau bekommen, die ihn in Unterhosen filmt, die vorgeben muss, dass er super rüberkommt. Seine eigenen Dämonen haben ihm seine Seele abgezogen. Er wirkt fahl, blaß, ausgemergelt. Sein goldenes Kreuz, dass er sichtbar am Hals trägt, gehört nicht mehr ins Gesamtbild. Es entfaltet keine Wirkung. Seine Dämonen treiben ihn in seine eigene Hölle. Sie lachen ihn aus. Sie kommen nachts und flüstern in sein Ohr: "Du tanzt morgen wieder in Unterhose. Die Menschen wollen das. Sie lieben Dich dafür." Sie träufeln Gift in seinen Geist: "Du musst noch lauter schreien. Das passt zu feinen Düften, die edle Menschen kaufen." Seine Dämonen sagen ihm: "Du bist eine Legende. Du bist der Michael Jackson der Duftszene." Es sind seine eigenen Dämonen, die ihn nachts quälen, die ihn seinen Namen vergessen lassen. Sie besudeln Gott und sagen ihm: "Trag das Kreuz. Die Christen wollen auch Düfte von Dir kaufen." Gott könnte diesen Mann nicht mehr erreichen, denn er ruft Menschen nur bei ihrem Namen. Jeremy Fragrance hat seinen Namen vergessen. Seine eigenen Dämonen wird er nie wieder los. Sie bleiben und stehen neben ihm; und sie sagen: "Die Hater wollen nur Deinen Untergang. Sie sind neidisch auf Dich. Sie wollen Dein Leben, Dein Auto, Deinen Erfolg. Du bist ein Superstar - barfuß in Unterhose." Jeremy Fragrance hat sicher Geld, vielleicht hat er viel Geld, aber er kann nichts. Die eigenen Dämonen lassen ihn in einer üblen Zeitschleife hängen. Das ist der einzige Deal! Jeremy läuft nach vorne und dann fällt er zurück. Er läuft wieder nach vorne und fällt wieder zurück. Seine Dämonen wollen Spaß mit ihm haben; und so lassen sie ihn in die anale Phase eines Kindes fallen. Er denkt, dass er ein Parfum männlich anbietet. Ich sehe eine grotesk fremdgesteuerte Gestalt, die Freiheit verkörpern möchte, wie ein Kind, dass gegen Mama und Papa rebelliert. Mr. Fragrance bettelt um Klicks, er bettelt um Aufmerksamkeit, er bettelt um Geld. Er bietet nichts. Er bietet keinen Duft mehr an, den ich kaufen möchte. Er hat keine Seele. Menschen ohne Seele sind tot. Er hat seine Seele an seine eigenen Dämonen verkauft. Ein totes Leben ist kein reiches Leben. Das ist nicht Reichtum. Er sabotiert Menschen, die lange arbeiten und viel Geld investieren mussten, um einen bestimmten Duft herzustellen. Es braucht unglaublich viele Seelen, die einen Duft kreieren, die einen Flacon entwerfen, die eine Umverpackung gestalten, die Werbung für einen Duft erfinden, die Qualitätskontrollen durchführen, die gefüllte Flacons ausliefern, die Düfte verkaufen. Ein einziger Duft entfaltet Seele; und ein toter Mann in weißer Unterhose sprüht vor seiner Kamera wieder und wieder und wieder Parfum. Seele wird ihn nie wieder erreichen. Jeder kann ihn auf seinem Weg in den Abgrund -ganz öffentlich und völlig legal- begleiten. Das ist so eine Art Sterbehilfe für lebende Tote. Seine Dämonen lieben Geschmacklosigkeiten.

Here you come again

Der Kulturteil der New York Times titelte einst: "Gibt es irgendetwas, auf das wir uns einigen können? JA: Dolly Parton" 60 Jahre Karriere, 3000 Songs, 100 Millionen verkaufte Platten und einen in Erinnerung geehrten coat of many colors. Dolly Parton ist tot. Sie starb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren. Diese Frau ist ein weltweit gültiges Beispiel dafür, dass Menschen, die in Armut aufwuchsen, ohne Licht und ohne Strom, in eine Zukunft kommen können. Der Song Jolene umkreiste den Planeten oft und Lil Nas X coverte diesen Song so wunderbar, dass ich ein Interview erinnerte. Sie wurde recht flach gefragt, wie lange es dauern würde, bis ihre üppige Frisur gefertigt sei. Sie sagte: "Oh. Das kann ich nicht sagen. Ich bin nie dabei." Ihre Antwort meinte, dass sie sich, als Frau, die ihren eigenen Stil kultivierte, nicht die gute Laune verderben ließ. Sie meinte damit, dass sie ihr Herz niemals verschließen würde, dass sie dumme Fragen kannte und verfliegen ließ, wie einen schlechten Duft. Dolly Parton war eine Country Sängerin, eine Botschafterin für das Gute, für das mögliche Glück. Sie war ein Sperling. Die weltweite Gay Community liebte sie über die Maße. In Dollys Rolle zu schlüpfen war wie ein schützendes Nest, in dem sie niemand zerquetschen konnte. Dolly Parton ist das wirklich typische Amerika und die einzige Frau, der ich ihren Glauben an Gott abnehmen konnte. Deshalb war sie gesegnet, nicht, weil sie die schönsten Lieder sang, sondern weil sie den Mut hatte, ihre Lieder zu singen. Ich glaube sogar, dass Dolly Parton eine Feministin war und scheinbar das Gegenteil repräsentierte. Sie wurde auf ihre Oberweite reduziert und sie wurde lange belächelt. Ich kann mir bildhaft vorstellen, dass eine Frau, die in den 60er Jahren Banjo und Gitarre spielte, zwischen Cowboys, die Lieder über Whiskey sangen, ziemlich tough sein musste. Sie schaffte es sogar, den Barbara Walters Moment für sich zu gewinnen. Sie machte in Minuten klar, dass sie auf jedem Stuhl sich selbst repräsentierte. Sie hat sich selbst nie verlogen und verbogen; dabei blieb Dolly Parton immer freundlich und immer heiter. Als Sie sich von ihrem Bühnenpartner trennte, komponierte sie einen friedvollen Song. Sie verabschiedete ihn mit "I will always love you", den Whitney Houston später für den Film Bodyguard sang. Die Freiheit der Sperlinge. Dolly Parton wurde Teil der afroamerikanischen Musikszene. In einem späten Interview sagte Dolly Parton, dass sie gerührt war, weil ihr Lied so einen Durchbruch erfahren durfte. Sie bemerkte, dass sie natürlich auch viel Geld damit verdiente: "Ich brauche dieses Geld auch, um so billig aussehen zu können." Diesen Stachel trug der Sperling bis zum Ende in sich. Kein schlimmer Finger dieser Welt konnte den Sperling zerquetschen. Dolly Parton ist tot. Ihre Familie erstellte ein schlichtes Video, das nur zwei Minuten braucht, um der Welt eine traurige Botschaft zu überbringen. Ein Beweis dafür, dass ein Schmetterling an einem fernen Ort einen Flügelschlag tut, der an einem anderen Ort einen Sturm auslöst. Die Welt ist traurig, weil die Welt nicht sagt: "So! Jetzt können wir ihre Werke in den Keller bringen!" Ich bin gespannt, wie sich mein Hörsinn durch ihren Tod verändert. Wie klingen ihre Lieder nach ihrem Tod? Das wird ein neues Abenteuer.